Fachinfo der Woche, nach Bereichen sortiert
Erwärmung der Luft, was ist zu beachten ? (09/07)

  
 

Am Beispiel der Ferkelaufzucht konnte von Weber aufgezeigt werden, das die Energiekosten in Euro je Ferkel auf sächsischen Betrieben im Durchschnitt bei etwa 3,5€ lagen.

Ein ähnliches Bild ergab sich bei 150 Betrieben mit Sauenhaltung, Ferkelaufzucht, oder Mast. Die Kosten, differenziert nach den verschiedenen Bereichen zeigt die nächste Tabelle.Auch hier zeigten sich die durchschnittlichen Energiekosten in der Ferkelaufzucht (28 kg Ferkel) mit 3,5€ je Ferkel, und damit sehr ähnlich, wie in den oben erwähnten sächsischen Betrieben. Wie aus der Differenzierung zu entnehmen ist, machen die Heizkosten den relativ größten Anteil aus.

Welche Möglichkeiten gibt es nun die Energiekosten - insbesondere die Heizungskosten – zu senken? Weit verbreitet zur Erwärmung der Luft sind Twinrohre. Diese gibt es von verschiedenen Herstellern, mit verschiedenen Materialien, Wandstärken und Farben. Bei der Planung werden Twinrohre zumeist mit einer Wärmeleistung von knapp 200 Watt je laufendem Meter kalkuliert.

Bei den heutigen Niedertemperaturheizkesseln sollten die Vorlauftemperaturen jedoch auf maximal 55 Grad begrenzt sein. Dann sind die Watt-Leistungen pro m Rohr  eher in Richtung 120-150 W zu rechnen. Erhöhte Vorlauftemperaturen reduzieren den Wirkungsgrad der Brennwertkessel und erhöhen die Energieverluste auf dem Transportweg zum Stallabteil oder Vorraum.

Nur bei BHKW betriebenen Warmwasserheizungen (z.B bei einer Biogasanlage) werden höhere Vorlauftemperaturen gefahren und man kann die Twinrohre mit 200 W kalkulieren. Sollte Erdgas- oder Flüssiggas vorhanden sein ist die direkte Wärmeumsetzung im Stallabteil immer die kostengünstigste da keine Transportverluste entstehen.

Zur Kosten und Leistungsoptimierung sollte allerdings von konkreten Messwerten ausgegangen werden. Die DLG hat in ihrem Testzentrum verschiedene Twinrohre getestet. Bei einer Vorlauftemperatur von ca. 70°C wurde eine durchschnittliche Wärmeabgabe von etwas über 200 Watt je Meter ermittelt. Wird die Vorlauftemperatur um 20°C erhöht, steigt die Wärmeleistung um fast 50% auf dann über 300 Watt. Eine Steigerung kann auch erreicht werden, wenn das Twinrohr nicht hell, sondern schwarz lackiert ist, und so die Wärmestrahlung erhöht wird. Ebenfalls leistungssteigernd wirkte sich die Erhöhung der Materialstärke aus.

Um die Situation in der Praxis möglichst optimal abzubilden, wurden nicht nur neue Rohre untersucht, sondern diese auch „künstlich“ verschmutzt. Je nach Verschmutzungsgrad kann die Wärmeleistung um bis zu 12% zurück gehen.

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Welchen Ruf hat Landwirtschaft Heute in der deutschen Bevölkerung (09/06)

  
 

Frau Prof. Köcher hat anläßlich der DLG-Wintertagung die neuesten Ergebnisse einer Befragung der deutschen Bevölkerung zur Landwirtschaft vorgestellt.

Grundsätzlich kann von einer weiteren deutlichen Verbesserung des Bildes der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit gesprochen werden. So hat sich beispielsweise vom Jahr 2002 bis zum Jahr 2008 der Anteil der Bevölkerung der der Meinung ist, das die Landwirtschaft frische Nahrungsmittel aus der Umgebung produziert von 73% auf nunmehr 82% deutlich verbessert.

Bedacht werden sollte aber auch, das mit 55% (der Wert hat sich von 2002 auf 2008 nicht verändert) immer noch nur etwa die Hälfte der Bevölkerung glaubt, das Landwirte gesunde Nahrungsmittel produzieren.

Auch glaubt mit 33% immer noch ein Drittel der deutschen Bevölkerung, das Landwirte wenig Wert auf artgerechte Haltung legen...

Die Befragung zeigt auch, das Menschen die einen Landwirt persönlich kennen, ein ganz wesentlich besseres Bild von Landwirten zeichnen, als solche die keinen Landwirt kennen.

 

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Vor- und Nachteile von Tränketechnik sowie Tränkehygiene (09/05)

  
 

Zu einer optimalen Wasserversorgung gehört nicht nur eine entsprechende Wasserqualität, sondern auch die geeignete Technik.

In der aktuellen Fachinfo "Vor- und Nachteile von Tränketechniken" wurden die verschiedenen bekannten Tränketechnik in einer Tabelle zusammen gefasst dargestellt und nach den Kriterien Vergeudung, Hygiene und Reinigungsbedarf bewertet. Des weiteren gibt es Hinweise auf weiter führende Informationen.

Der DLG-Ausschuß "Technik in der tierischen Produktion" hat jetzt ein Merkblatt "Tränketechnik für Schweine" veröffentlicht. Das Merkblatt kann unter der unten genannten Adresse runter geladen werden.

Für das Merkblatt wurde auch eine Checkliste "Wasser" entwickelt, die als DIN A 4 Blatt unter der unten genannten Adresse (Pkt. 3.) runter geladen werden kann.

Die Expertengruppe empfiehlt eine regelmässige Reinigung und Desinfektion der gesamten Tränkeanlage. Hinweise zu besonders geeigneten Mitteln und Anlagen finden sich weiter unten unter den Punkten 5. und 6.

Weitere Informationen:
1. Orientierungsrahmen Wasser: http://www.agrikontakt.de/content/blogcategory/40/84/


2. Prüfung Wasserqualität:
http://www.agrikontakt.de/content/blogcategory/40/84/8/8/


3. Checkliste Wasser:
http://www.agrikontakt.de/content/blogcategory/35/79/


4. DLG-Merkblatt
Tränketechnik: http://www.dlg.org/uploads/media/dlg-merkblatt_351.pdf


5 Mittel zur akuten Behandlung:
www.anipro.eu


6 Mittel und Anlage zur dauerhaften Wasserbehandlung: www.hdd-technik.de

 

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Deutschland erzeugt ca. 50 Mio. Ferkel, Dänemark bräuchte dafür nur ca. 8.000 Betriebe (09/04)

  
 

Auf der DLG-Wintertagung hat Peter Spandau folgenden Zusammenhang aufgezeigt:

Im Jahr 2007 hat Deutschland etwa 50 Mio. Ferkel produziert. Diese Ferkel wurden mit etwa 2,5 Mio. Sauen auf ca. 28.000 Betrieben erzeugt.

Wären diese Ferkel unter den aus Dänemark (im Jahre 2005) bekannten Rahmenbedingungen produziert worden, so hätte man dafür nur 2,1 Mio. Sauen gebraucht, die auf ca. 8.000 Betrieben gestanden hätten.

Anders ausgedrückt, hat ein deutscher sauenhaltender Betrieb im Jahre 2007 durchschnittlich 1.741 Ferkel produziert. Unter dänischen Rahmenbedingungen werden 6.198 Ferkel pro Betrieb und Jahr produziert.

In diesem Szenario wurden für Deutschland 19,9 produzierte Ferkel pro Sau und Jahr kalkuliert und für Dänemark 23,1 Ferkel/Sau und Jahr. Unter ansonsten gleichen Rahmenbedingungen würde – nach Peter Spandau -  dieser Leistungsunterschied allein etwa 7€/Ferkel geringere Produktionskosten bedeuten.

Für einen Durchschnittsbestand von 267 Zuchtsauen würde sich so ein Produktionskostenvorteil von über 43.000€ pro Jahr ergeben.

In dieselbe Richtung stößt eine Untersuchung der Interpig, unter der Leitung von Dr. Gerhard Haxsen (vTI, Braunschweig). Die Interpig konnte nachweisen, dass es im Jahre 2007 in Dänemark gelungen ist, wenigstens 87% der Kosten der Schweineproduktion zu decken. Deutsche Betriebe konnten hingegen lediglich 80% der Kosten decken. Hier dürften sich die oben beschriebenen Rahmenbedingungen direkt wieder spiegeln.

Die deutsche Schweinehaltung ist dem nach besonders gekennzeichnet durch:
- überdurchschnittlich hohe Arbeits- und Gebäudekosten
- Kosten für tierärztliche Leistungen
- Kosten für Energie

Die wesentlichen Ergebnisse sind in der Fachinfo 09/04 zusammen gefasst, die Sie hier runterladen können.

Weitere Informationen zu den Ausführungen von Peter Spandau (nur DLG-Mitglieder) unter: http://www.dlg.org/login.html

Weitere Informationen zur Interpig-Untersuchung bei der ISN unter: http://www.schweine.net/internationaler_kosten_und_erloesvergleich_der_int.html?highlight=interpig&

Weitere Informationen zur Interpig beim vTI unter: http://www.vti.bund.de/de/institute/bw/personal/personen/person_haxsen_de.htm

 
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