Am Beispiel der Ferkelaufzucht konnte von Weber aufgezeigt werden, das die Energiekosten in Euro je Ferkel auf sächsischen Betrieben im Durchschnitt bei etwa 3,5€ lagen.
Ein ähnliches Bild ergab sich bei 150 Betrieben mit Sauenhaltung, Ferkelaufzucht, oder Mast. Die Kosten, differenziert nach den verschiedenen Bereichen zeigt die nächste Tabelle.Auch hier zeigten sich die durchschnittlichen Energiekosten in der Ferkelaufzucht (28 kg Ferkel) mit 3,5€ je Ferkel, und damit sehr ähnlich, wie in den oben erwähnten sächsischen Betrieben. Wie aus der Differenzierung zu entnehmen ist, machen die Heizkosten den relativ größten Anteil aus.
Welche Möglichkeiten gibt es nun die Energiekosten - insbesondere die Heizungskosten – zu senken? Weit verbreitet zur Erwärmung der Luft sind Twinrohre. Diese gibt es von verschiedenen Herstellern, mit verschiedenen Materialien, Wandstärken und Farben. Bei der Planung werden Twinrohre zumeist mit einer Wärmeleistung von knapp 200 Watt je laufendem Meter kalkuliert.
Bei den heutigen Niedertemperaturheizkesseln sollten die Vorlauftemperaturen jedoch auf maximal 55 Grad begrenzt sein. Dann sind die Watt-Leistungen pro m Rohr eher in Richtung 120-150 W zu rechnen. Erhöhte Vorlauftemperaturen reduzieren den Wirkungsgrad der Brennwertkessel und erhöhen die Energieverluste auf dem Transportweg zum Stallabteil oder Vorraum.
Nur bei BHKW betriebenen Warmwasserheizungen (z.B bei einer Biogasanlage) werden höhere Vorlauftemperaturen gefahren und man kann die Twinrohre mit 200 W kalkulieren. Sollte Erdgas- oder Flüssiggas vorhanden sein ist die direkte Wärmeumsetzung im Stallabteil immer die kostengünstigste da keine Transportverluste entstehen.
Zur Kosten und Leistungsoptimierung sollte allerdings von konkreten Messwerten ausgegangen werden. Die DLG hat in ihrem Testzentrum verschiedene Twinrohre getestet. Bei einer Vorlauftemperatur von ca. 70°C wurde eine durchschnittliche Wärmeabgabe von etwas über 200 Watt je Meter ermittelt. Wird die Vorlauftemperatur um 20°C erhöht, steigt die Wärmeleistung um fast 50% auf dann über 300 Watt. Eine Steigerung kann auch erreicht werden, wenn das Twinrohr nicht hell, sondern schwarz lackiert ist, und so die Wärmestrahlung erhöht wird. Ebenfalls leistungssteigernd wirkte sich die Erhöhung der Materialstärke aus.
Um die Situation in der Praxis möglichst optimal abzubilden, wurden nicht nur neue Rohre untersucht, sondern diese auch „künstlich“ verschmutzt. Je nach Verschmutzungsgrad kann die Wärmeleistung um bis zu 12% zurück gehen. Kunden von Agri-Kontakt steht die Fachinfo 09/07 ab sofort zum runter laden zur Verfügung.
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